27 Canuan, Tobago Cays, Mayreau, Union Island 20.05. - 30.05.07 |
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Toller Halbwind macht die Überfahrt von Bequia nach Canuan zum Segelvergnügen. Bei 4 Bft und unter Vollzeug laufen wir nach 4 Stunden in die Bucht ein. Den Abend verbringen wir dort nach einem nachmittäglichen Spaziergang in einer Kneipe vor Ort. Satt und faul fallen wir in die Kojen, am nächsten Morgen geht's weiter in die Tobago Cays. Die 5 sm können wir hoch am Wind ohne kreuzen direkt anliegen. Vor uns liegt unsere erste schwierigere Riffeinfahrt. Die Tobago Cays, eine unbewohnte Inselgruppe, die von vielen und sehr flachen Riffen umgeben ist, kann nur über schmale "Einfahrten" angelaufen werden. Da ist neben guten Karten und unserem tollen Plotter "Eyeball-Navigation" angesagt. Ich stehe mit der Polarisations-Sonnenbrille im Bug und Beate fährt uns sicher durch die teilweise unter10m breiten Lücken. Vor dem Aussenriff liegen wir auf 8m Wassertiefe im Atlantikwind vor Anker, unter uns Wasser in allen Blau- und Türkistönen. Die Wellen werden teilweise durch die Riffe abgehalten. Windschatten geben die sehr flachen Palmeninseln keinen. Traumhaft schön und irgendwie unwirklich. Wir bleiben 5 Tage in dieser Märchenwelt, erleben schnorchelnd unseren ersten großen Rochen, der sich durch unsere Nähe nicht beeindrucken lässt und tauchen mit Meeresschildkröten im lauwarmen Wasser. Die Sonnenuntergänge sind grandios, die Preise für Brot und Fisch, den Einheimische von den Nachbarinseln bringen, ebenfalls. Fette Squall's bringen viel Wind und Regen, wir testen unser neues Sonnensegel unter Starkwindbedingungen. Ich bin anfangs etwas skeptisch, 35 qm sind schon eine riesige Fläche. Aber alles hält, beim zweiten Mal reffen wir nicht mehr. Hier in den Cays treffen wir viele Segler mit ihren Yachten wieder die wir bereits aus der Admirality Bay kennen. Ich denke, die Tobago Cays sind für Fahrtensegler Pflichtprogramm. Nach einem unserer ausgedehnten Schnorcheltrips am Aussenriff legen wir mit unserem Dingi an einer der Inseln an. Wir ziehen es hoch an den Strand und spazieren ums Eck. Beim zurückkommen bemerke ich gerade noch wie sich unser Beiboot vom Strand entfernt. Gut, dass ich so viel abgenommen habe, der Zwischenspurt gelingt und ich erreiche unser Gummiboot noch rechtzeitig. Zukünftig werden wir wieder den Dingianker mitnehmen. Über Funk rufen wir die "September", Gaby antwortet mir sofort und wir verabreden uns für die nächsten Tage in der Saline Bay auf Mayreau. Der Abschied von den Tobago Cays fällt uns sehr schwer. Es ist eine tolle Inselgruppe und die grandiose Unterwasserwelt hat den Schwell, der auch herrschte, erträglich gemacht. Wir motoren durch den Kanal, der die Inseln von Mayreau trennt, umkurven einige Riffe, erreichen dann den wunderschönen Sandstrand, vor dem wir ankern, bei einem heftigen Regenguss. Gaby und Hans, die wir gleich besuchen, sprechen von "Genesiswetter". Der Superstrand wird regelmäßig von Kreuzfahrtschiffen angelaufen, gut dass wir während unseres Aufenthaltes von diesem Besuch verschont werden. Abends gehen wir zu Robert in seine Rastakneipe. Dort treffen wir Jannet, geboren auf Barbados, wohnhaft in London, die gerade mit 20kg Schulheften, Bleistiften, Spielzeug und Süßigkeiten auf der Insel angekommen ist und hier die Kinder beschenkt. Sie hat ihr Herz an diese Insel verloren und kommt immer wieder hierher. Ich unterhalte mich lange mit dieser interessanten schwarzen Lady. Englisch Verbessern, praktischer Teil! Den nächsten Mondaufgang erleben wir als Alternative zu dem üblichen "Sundowner" bei einem "Moonriser" auf dem Vordeck der September. Schon praktisch so ein Katamaran. Hans hat am Mittag einen Riffbarsch harpuniert der jetzt als Köder für einen "Großen" im Meer schwimmt. Es ist schon Mitternacht als wir von der Genesis aus zuerst Aktivitäten auf der "September" bemerken und Gaby und Hans wenig später mit einer Großaugenmakrele von etwa 1m Länge bei uns anlegen. Ich nehme den großen Fisch gleich aus und filetiere ihn, wir bekommen eine Seite ab, der Rest geht über Bord. Da werden die Muränen, die wir tagsüber am Schiff bemerkt haben, ein leckeres Nachtmahl veranstalten. Gaby empfiehlt uns wegen einer Krankheit, die Riffische übertragen könne eine "kleine" Probemahlzeit. Wir kommen alle auch diesmal ohne Fischvergiftung davon. Am nächsten Morgen legt die September ab nach Union Island, wir bleiben noch einige Tage, genießen die Bucht und packen unsere Videokamera aus. Am 27.Mai fahren auch wir weiter ins nahe gelegene "Union" Wir ankern direkt hinter unseren österreichischen Segelfreunden, nutzen den Aufenthalt um uns zu verproviantieren, endlich wieder frisches Obst und Gemüse. Gemeinsam erkunden wir de nähere Umgebung, finden auf einer Müllhalde direkt im Ort viele Hühner und einen großen schwarzen Eber, der uns dazu bringt, uns wieder schnell und unauffällig zu entfernen. Auf den "Unions" klarieren wir auch ohne Probleme aus, als nächstes steht Carriacou unserem Reiseplan. |
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