18 Barbados 06.01.07 - 12.01.07 |
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| ie Tage auf Barbados sind geprägt von Bedürfnis nach Erholung und der
Verarbeitung der Eindrücke der Atlantiküberquerung. Gemächlich erkunden wir unsere
Umgebung, genießen das klare warme Wasser und den weißen mehlfeinen Sandstrand. Auf dem
Weg zur Stadt sehen wir unsere erste Wasserschildkröte, die erst abtaucht, als wir sie mit unserem
Dinghy fast überfahren. Unsere Landgänge sind immer wieder spannend. Immer noch schwanken wir
sobald wir festen Boden unter den Füßen haben und die lebhafte Stadt ist beeindruckend. Oft
sitzen wir einfach nur in einem Café und gucken Leute: Touristen, Geschäftsleute, Obst- und
Gemüsehändler, Souvenir- und Eisverkäufer, Yachties (leicht zu erkennen am nassen Hintern
vom Dinghy fahren), Mütter mit Kindern, alte Leute... Eine Beschäftigung, der wir stundenlang
nachgehen könnten. Aber nur Faulenzen ist nicht. Die drei Wochen Atlantik haben nicht nur uns, sondern auch der GENESIS ziemlich zugesetzt. So nach und nach müssen wir das Chaos beseitigen. mangels Wasser - unser Wassermacher ist noch kaputt und es gibt hier auf Barbados keine Marina - müssen wir die große Waschorgie verschieben, aber die gröbsten spuren werden beseitigt und kleinere Reparaturen müssen durchgeführt werden. Unter so extremen Bedingungen getestet, haben sich alle Unzulänglichkeiten der Schiffseinrichtung bemerkbar gemacht und denen rücken wir jetzt zu Leibe. in einer Buchhandlung kaufen wir zwei absolut super praktische große Thermotassen, die genau in die Halterung unseres Cockpittisches passen - nie wieder Kaffee verschütten!! In einem Kaufhaus finden wir Plastikvorratsbehälter, die in das offene Schapp hinter dem Herd passen (leider kaufen wir nur einen). So optimieren wir unseren neuen Lebensraum immer weiter. Von einem unserer Landgänge fahren wir reichlich spät zurück. Es wird schon dunkel und wir haben kein Licht dabei (die Dinghyausrüstung muss auch noch verbessert werden). Wir sind kaum ein paar hundert Meter von der Ablegestelle entfernt, als plötzlich der Motor ausgeht. Zum Glück können wir uns an einer Festmacherboje eines Motorboots festhalten. Das Problem ist bald gefunden. Typischer Anfängerfehler: Kein Sprit mehr! Wir haben zwar die Ruder dabei, aber bei soviel ablandigem Wind im Dunkeln eine so weite Strecke rudern ist keine gute Idee. Wir ziehen unser Dinghy an die Hafenmauer, machen es fest und gehen an Land. Es ist Samstagabend, nach 18 Uhr und wir schauen uns nach Hilfe um. Wir haben keinen Kanister im dinghy, nur $US in der Tasche. Tatsächlich treibt Wolfgang jemanden auf, der dann mit Fahrrad, Kanister und 20 $US versehen, loszieht um uns Sprit zu besorgen. Wir sitzen im Dinghy und warten. Nach mehr als 40 Minuten fragen wir uns, ob unser Helfer jemals wieder kommen wird. nach knapp einer Stunde kommt er abgehetzt an, erklärt uns, dass es gar nicht so einfach war, zu dieser Tageszeit Sprit zu bekommen. Er besorgt ums Eck bei einem Kumpel noch ein bisschen Öl, weil unser Außenborder ja Mischung braucht und bringt gleich noch eine stabile Plastikflasche mit, damit wir den Rest des Sprits aus dem Kanister umfüllen können. 20 Minuten später sind wir sicher an Bord der GENESIS und um ein paar gute Erfahrungen reicher. Ist das die Karibik, in der man alles festbinden muss, weil man ständig beklaut wird??? So vergeht unsere erste Karibikwoche wie im Flug und nachdem wir mit einem wunderschönen Hummeressen mit Jazz-Live-Musik in einem netten kleinen Strandrestaurant meinen Geburtstag gebührend gefeiert haben machen wir uns auf um nach Saint Lucia zu segeln. |
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