5 mahon / menorca 08.10.06
   

Am Sonntag, den 08.10.06 erreichen wir gegen 10 Uhr den Hafen Porto Mao auf Menorca. Alles schreit nach Dusche und Frühstück. Die überfahrt war anstrengend, da viel Welle und heftige Schiffsbewegung aber es ist ein erhebendes Gefühl wenn man/frau sich dem Gedanken hingibt, 48 Stunden am Stück auf See gewesen zu sein.
Die große Bucht von Mahon mit ihren zahlreichen Hafen-, Bojen- und Ankerplätzen ist sehr beeindruckend. Das Wetter ist wie seit Tagen wunderschön und nach einem reichhaltigen Frühstück, das vor uns auf dem Tisch schwankt, machen wir klar Schiff und gammeln vor uns hin.
Am Abend gibt es leckere Tortillas und Cerveza. nach einer ruhigen Nacht geht's am nächsten Tag weiter Richtung Ibiza. Felix unser "Wettermann" ist Gold wert. Er hat die an Bord befindlichen Systeme,Kurzwellensender und Labtop mit der entsprechenden Hard- und Software zu einer super funktionierenden und kostengünstigen Wetterstation umfunktioniert. Wir können zuverlässig Wetterkarten und -Meldungen empfangen. DANKE FELIX!

Leider wird das Wetter dadurch nicht automatisch besser, d.h. traumhaftes Wetter mit viel Sonne aber viel zu wenig Wind. Wir motoren den ganzen Tag - SCHADE!

   
   
6 Santa Eulalia 09.10. - 11.10.06
 
 
Die eintönigen Motorstunden bei strahlendem Sonnenschein sind einschläfernd. Wolfgang kriegt lange Weile und bestückt seine Angel mit einem "Woppler" der lustig hinter unserem Schiff her schwimmt. Wir belächeln den Versuch und geben schlaue Tipps. Doch siehe da, pünktlich zum Abendessen 18:00 liegen zwei stattliche, mit Rosmarien gewürzte Makrelen in unserer Kasserolle und 30 Minuten später schlemmen wir genüsslich. WOLFGANG IST DER GRÖßTE!
Nach mehr als 24 Stunden erreichen wir Santa Eulalia auf Ibiza. Zunächst ist tanken angesagt. lt. Aufzeichnungen hat unsere genesis 2.6 Liter in der Stunde verbraucht. wir bestaunen das Ergebnis etwas und Wolfgang und Felix stellen umfangreiche Berechnungen an und ersinnen verschiedene Möglichkeiten um feststellen zu können, ob der Tank wirklich voll ist. (Der versuch am nächsten morgen noch mehr Diesel im Tank unterzubringen ergibt, dass nach 4 Litern der Tank zum überlaufen voll ist. Der geringe Dieselverbrauch hat sich bestätigt). Wir müssen Wasser und Lebensmittel bunkern und da die Bucht vor dem Hafen zu flach zum Ankern ist, beschließen wir eine Nacht im Hafen zu verbringen. Die Einkaufsmöglichkeiten sind super und günstig und wir decken uns in einer spanischen Metzgerei mit frischem Fleisch und Speck ein und bringen die Wäsche in die Wäscherei. Die Hafenanlage ist ziemlich groß und wir haben einen strategisch sehr ungünstigen Liegeplatz. um schwer beladen mit den Einkäufen den langen Rückweg zum Schiff zu vermeiden, opfert sich Heinz und schwimmt kurzerhand die 50 Meter vom einen steg zum schiff um unser Beiboot zu holen, das von nun an als Shuttleboot eingesetzt wird. Wir profitieren auch einkaufstechnisch und in vielen kleinen praktischen Tips von der großen Erfahrung, die Heinz in zahlreichen Segeltörns gesammelt hat. DANKE HENE!
 
 

7 Formentera 11.10. - 12.10.06

 
 
Wir verlassen Eulalia und motoren 5 Stunden bei kaum Welle und null Wind nach Formentera. Wir liegen in einer Bucht und warten auf die von Wetterfrosch Felix angekündigte Wetteränderung, sprich Wind aus der Winddrehung und Wind aus der richtigen Richtung und mehr als 10 Knoten. Das passiert nachts um 4:00 Uhr. Also anker auf und ab geht's. Im Laufe der Nacht nimmt der Wind immer mehr zu. Streckenweise düsen wir mit 8-9 Knoten bei 6-7 Beaufort unter gerefften Segeln durch die Nacht. Der Sternenhimmel ist überwältigend und jeder von uns wird auf seiner wache mit Sternschnuppen belohnt. Mittags um 15 Uhr queren wir den Nullmeridian. Die Sektkorken knallen aber nicht. Wind und Welle erfordern unsere ganze Aufmerksamkeit. Es läuft wie geschmiert. Heinz bricht den Geschwindigkeitsrekord mit 10.2 kn. Aber bald müssen wir die Segel reffen, was diesmal nicht ganz ohne Zwischenfall verläuft. Die Genuarollschot springt von der Rolle und wir können die Genua nicht einrollen. Wolfgang muss zum Bug und die Schot wieder einfädeln. Bei 7 bft und 3 Meter Welle nicht ganz einfach, aber alles klappt und wir kommen abends um 20 Uhr ziemlich geschafft in Santa Pola (südlich von Alicante) in einem super neuen modernen Hafen an.
 
 
8 Santa Pola 13.10.06
 
 
Der mondäne Hafen ist nur für Schiffe ab 20 Metern Länge gebaut. Die Mooringleinen müssen für unser kleines Schiff extra verkürzt werden und als Wolfgang am nächsten morgen zahlen will, muss er sein ganzes Verhandlungsgeschick aufbringen, damit wir nicht 95 Euro für die Nacht bezahlen müssen. Damit das Computersystem der Marina die Sonderzahlung verarbeiten kann, handelt Wolfgang den 365-sten Teil eines Jahresliegeplatzes aus: 16,95 Euro. SUPER WOLFGANG!

Wir legen ab mit Kurs Gibraltar.
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